Fruchtlose Bäume und fruchtlose Leben

… mehr Frucht, mehr Glaube, mehr Leben

„Er war hungrig: Weil er nicht weit weg einen belaubten Feigenbaum sah, ging er dort hin. Er war glücklich darüber, dass er hier etwas essbares finden könnte. Doch als er näher kam fand er dort nichts als Blätter, obwohl es Feigenzeit war. Jesu Reaktion darauf waren folgende Worte: ‚Kein Mensch wird mehr Feigen von diesem Baum genießen können, auch nicht in Zukunft.‘ Seine Jünger hörten ihm zu, als er dies sagte.“ (nach Markus 11,12-14)

Toter Baum - dead tree

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Viele Kritiker unseres Herrn haben mit Nachdruck erklärt, dass man ihm hier mit Sicherheit eine Spur von Ärger oder Ungehalten sein nachsagen könne, einfach verbunden mit einem egoistischen Appetit. Wer die Verse jedoch einmal im direkten Zusammenhang genauer betrachtet wird feststellen, dass Jesus hier den vertrockneten Feigenbaum benutze, um seinen Jüngern etwas spezielles begreifbar zu machen. Dies sollte einfach als ein lebendiges Beispiel verstanden werden. 
 
Soeben hatte Jesus seinen triumphalen Einzug in die Stadt hinter sich. Er wurde von den Menschenmassen als König bejubelt (Verse 7-11). Er wusste, dass ihre oberflächliche Anbetung sehr bald in kreischende Rufe nach seinem Tod umschwenken würden. Nachdem er den Feigenbaum verließ warf er im Tempel das Geld der Wechsler zu Boden. Er tat dies nicht nur weil er wusste, dass sie jeden Juden, der den Tempel besuchte, ausbeuteten, oder dass sie an diesem idealen Standort ein blühendes Geschäft betrieben. Sondern es war ihm klar, dass dieses bunte Treiben im Tempel letztendlich verhinderte echten Gottesdienste zu feiern. Leider konnte dadurch niemand egal, ob er Jude oder auch Heide war zu richtigen Anbetung vor Gott finden.
 
Der Feigenbaum war hier ein treffendes Anschauungsbeispiel für die Unfruchtbarkeit, das die jüdischen Nation damals typisierte, im totalen Gegensatz zu ihrem von Gott vorgesehenem Erbe, das sie als Privileg geschenkt bekamen.
Diese Art einer heuchlerischen Fruchtlosigkeit wird von Gott klar verurteilt (Verse 20-21), zeigt eindeutig einen Mangel an Glauben (Verse 22-23) und sie behindert echtes Gebet (Verse 24-26).

Feigen - lebendige Früchte

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Es sollte unser tiefstes Verlangen sein durch unsere Verehrung, die wir Gott gegenüber zeigen, mehr Frucht zu bringen. Das ist das größte Ziel, das wir in unserem Glauben, in unseren Gebeten und unserem Leben zum Ausdruck bringen können. 
 
John D. Morris, Ph.D.

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